Gestern habe ich es endlich geschafft, das Teatro Colón zu
besuchen. Das über hundert Jahre alte Gebäude ist wirklich beeindruckend und
wurde nach langen Renovierungsarbeiten erst 2010, mit zweijähriger Verspätung
nicht wie geplant zu seinem 100-jährigen Jubiläum, immerhin aber zur 200-Jahr-Feier
der argentinischen Unabhängigkeit, wiedereröffnet.
Wir hatten Stehplatzkarten ganz oben im 7. Stock, genannt „Paraíso“,
und konnten so eine wunderbare Aussicht von oben auf das Geschehen genießen.
Das Konzert, das wir uns anhörten, wurde zur Feier der Beziehungen zwischen
Südkorea und Argentinien gespielt, weswegen bestimmt das halbe, übrigens sehr
gut gefüllte Theater, voller Koreaner war, die aufgeregt hin und her liefen und
kein Wort von dem verstanden, was die argentinischen Platzanweiser ihnen
mitzuteilen versuchten.
Wir hörten folgendes Programm:
Beethoven:
Obertura „Coriolano“, Op. 62
Adam: „Ah! Vous dirais-je Maman” (“El torero”)
Verdi: “Caro Nome” (Rigoletto)
Donizetti: “Una furtiva lágrima” (“L’elisir d’amore”)
Tchaikovski: “Kuda, Kuda vi udalilis” (Evgueni Onieguin”)
Lehár: “Lippen schweigen” (“La viuda alegre”)
Offenbach: “Can Can” (“Orfeo en los infiernos”)
Les oiseaux dans la charmille (“Los cuentos de Hoffmann”)
Ahn: “Ari Arirang”,
Adam: „Ah! Vous dirais-je Maman” (“El torero”)
Verdi: “Caro Nome” (Rigoletto)
Donizetti: “Una furtiva lágrima” (“L’elisir d’amore”)
Tchaikovski: “Kuda, Kuda vi udalilis” (Evgueni Onieguin”)
Lehár: “Lippen schweigen” (“La viuda alegre”)
Offenbach: “Can Can” (“Orfeo en los infiernos”)
Les oiseaux dans la charmille (“Los cuentos de Hoffmann”)
Ahn: “Ari Arirang”,
sowie zahlreiche
Zugaben.
Die koreanische Solistin Sumi Jo sang ja wirklich schön,
allerdings trug sie ein Kleid, so was habe ich noch nie gesehen, das war
wirklich, nun ja, sagen wir mal: amüsant. Es war rosa, bodenlang und glitzerte
und flimmerte bei jeder Bewegung. Ein ebenfalls rosafarbener Schleier gehörte
wohlgemerkt auch noch dazu, oh je. Außerdem war es erstaunlich bis nervig, dass
das Publikum seine Begeisterung nicht im Zaum halten konnte, und so jeglicher
Schlusston in begeistertem Applaus unterging. Und manchmal nicht nur der
Schlusston…vielleicht lag das aber auch an dieser „Gala“ und ist sonst nicht so
schlimm, ich muss sagen, ich hoffe es beinah.
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